DESI Food GmbH

Archives: März 2018

Karma

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Das Leben ist ein Echo – was du aussendest, kommt zurück

In einem Wald lebten ein Storch und ein Esel als Nachbarn. Sie hatten wenig Kontakt miteinander. Der Storch mochte den Esel nicht so und wollte ihm einen kleinen Streich spielen. Er lud den Esel zu sich zu einem Essen ein. Der Esel freute sich, machte sich schön und erschien pünktlich am Haus vom Storch. Es roch gut aus der Küche. Der Esel war hungrig und breitete sich auf ein Festmahl vor. Das Essen wurde serviert – fein duftender Reis in Gefässen mit langen Hälsen. Der Storch kam mit seinem langen Schnabel problemlos zum Reis und ass sich satt. Der Esel konnte aber mit seinem dicken Maul gar nicht durch den feinen Hals vom Gefäss und ging hungrig nach Haus. Die Zeit verging und beide vergassen die Geschichte. Eines Tages erhielt der Storch eine Einladung zum Essen beim Esel. Er machte sich fein und ging zum Nachbarn rüber. Feine Düfte strömten aus der Küche und der Storch hörte seinen Magen knurren. Er wartete ungeduldig auf das Essen, das endlich auf dem Tisch kam – eine sehr schmackhafte Suppe in grossen flachen Tellern. Diesmal ass der Esel sich voll und der Storch erwischte nur ein paar Tropfen der feinen Suppe mit seinem spitzen Schnabel.

Das Leben ist ein Echo. Es kommt immer wieder zu dir zurück. Sei gütig.

Nachteile der ungleichen Beziehung

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Nachteile der ungleichen Geschäftsbeziehungen – Aufteilung der Beute

In der Zeit der grossen Dürre verbündeten sich der Löwe und ein Schakal, gemeinsam zu jagen und die Beute zu teilen. Beide hatten unterschiedliche Motive. Der Löwe – der in die Jahre gekommen war und nicht mehr so schnell laufen konnte wie früher – wollte von der Geschwindigkeit vom jungen Schakal profitieren. Der Schakal war überglücklich, dass er mit dem mächtigen Tier jagen konnte und sich so eine grosse Beute erhoffte. Der Plan war, dass der Schakal dem gewählten Opfer nachrennt und müde macht, dann würde der Löwe das Tier übernehmen und töten. Sie wählten ein Zebra aus und führten den Plan durch. Am Ende trafen sie sich, um die Beute zu teilen. Der Löwe teilte das Fleisch in vier grossen Haufen, dem Schakal lief das Wasser im Mund. Der Löwe sagte «der erste Haufen gehört mir, weil ich den Plan ausgedacht habe. Der zweite Haufen gehört gemäss Aufteilungsplan mir. Der dritte Haufen steht mir zu, weil ich der König der Tiere bin. Den vierten Haufen kann man nehmen, wenn man den Mut hat, den von mir wegzuschnappen». Dann brüllte er so laut, dass dem Schakal das Blut in den Adern fror. Er überlegte kurz und schlich dann mit gesenktem Kopf und knurrendem Magen davon.

Wer ungleiche Geschäftsbeziehungen eingeht, muss mit unangenehmen Konsequenzen rechnen.

Das Kamel und die Katze

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Das Kamel und die Katze – Umgang mit aussichtslosen Situationen

Kamel/Dromedar ist ein wichtiges Tier im Leben der Menschen in der Wüste von Thar (Punjab). Daher war der Mann, der sein Kamel verlor, aus Sorge ausser sich. Er suchte das Kamel überall, jedoch ohne Erfolg. In seiner Sorge betete er zum Gott. Er versprach, dass er das Kamel für 2 Rupee (für ein paar Rappen) verkaufen wird, wenn er das Kamel unbeschadet wiederfindet. Und siehe da, stand das Kamel vor seiner Tür.

Als er das Kamel zurückhatte, bereute er sein hastiges Versprechen. Er wollte nun das wichtige und teure Tier nicht einfach so hingeben. Andererseits wollte er auch nicht sein Versprechen brechen. In dieser Aussichtslose Situation ging er zu dem weisen Mann vom Dorf und schilderte seine Situation. Der Weise überlegte und gab ihm den Rat. Der Mann soll sein Versprechen halten und das Kamel für 2 Rupee ausschreiben. Er soll jedoch eine Katze um den Hals vom Kamel binden. Das Kamel sei ausschliesslich zusammen mit der Katze zu kaufen und die Katze koste 2000 Rupee.

Moral der Geschichte: Egal wie aussichtslos eine Situation sein mag, gibt es immer eine Lösung

Pfau – der schöne Vogel mit hässlichen Füssen

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Gott schuf Pfau und war sehr stolz. «Das ist eine in jeder Hinsicht eine perfekte Kreatur» sagte er zu sich. Der Pfau war auch sehr stolz über seine Schönheit und spazierte mit erhobenen Kopfs im Paradies herum. Gott beobachtete aber, das die anderen Kreaturen den Pfau nicht wahrnahmen. Er überlegte, warum das so sei und fand heraus, dass der Pfau zu perfekt war. Perfekte Schönheit ist langweilig, kleine Mängel verleihen Individualität. So gab der Gott diesem schönen perfekten Vogel die hässlichsten Füsse. Als Pfau seine Füsse sah, war er traurig. Dieses Schönheitsmanko und Demut machten ihn jedoch interessant. Nun bemerkten ihn die anderen und riefen «schau, was für ein schöner Vogel. Der schönste von uns allen». Bis heute achtet niemand auf seine hässlichen Füsse, alle reden über seine schönen glänzenden Federn.

Gott merkte das und als er den Menschen erschuf, gab er allen seinen Kindern kleine einzigartige Mängel. Daher ist jeder Mensch einzigartig schön und niemand ist perfekt.

Von der blöden Gier

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Der Mann und die Decke – die Gier macht blöde

Ein Mann sass am Ufer des Flusses und schaute zu. Er dachte wie gut es ihm doch geht. Er hat ein behagliches Zuhause, eine nette Frau und einen Sohn, der seinen Namen tragen wird. Was will man mehr? Man kann zufrieden und dankbar sein. Er war in diesen Gedanken versunken, als er sah, wie im Fluss eine schwarze Decke davon schwamm. Jemand muss sie verloren haben. Eine wollige Decke im Winter kann nicht schaden, dachte er. Obwohl das Wasser hoch war und schnell floss, besiegte die Gier und er beschloss sich, in den Fluss zu springen und die Decke rauszuholen.

Gedacht getan – er schwamm schnell und holte die Decke ein. Als er sie fasste, merkte er, dass dies keine Decke, sondern ein Bär war. Der Bär packte ihn und der Mann versuchte, sich los zu reissen. Als die Leute am Ufer seinen Kampf sahen, riefen sie ihm zu «sei nicht so gierig und lass die Decke los, sonst wirst du ertrinken». Der Mann rief zurück «ich möchte die Decke loslassen, aber nun lässt die Decke mich nicht los».

Unter Einfluss von Gier Entscheide treffen ist nicht ratsam. In der Regel bringt die Gier mehr Schaden als Nutzen.